Das Bild der Werler Innenstadt ist geprägt von vielen Leerständen. Wie möchten Sie zur Belebung der Innenstadt beitragen?

30.07.2020

Fußgängerzone verkürzen, verdichten oder begrünen? Nachnutzung  für das ehemalige Amtsgericht? Stadtquellen auf dem Marktplatz mit oder ohne Bänke? Mehr oder weniger Radverkehr oder Gastronomie? Verzahnung mit dem Kurpark und der Wallfahrt?

Ideen gibt es viele, dass ist auch gut so...

Ich habe auch welche und bringe zudem auch Ideen aus anderen Städten mit, die ähnliche Herausforderungen in ihren Innenstädten haben.

Diskutieren wir sie am besten zusammen. 
Bevor wir uns an dieser Stelle mit Ideen und Anmerkungen dazu, ´wer´, ´was´, ´wann´ bereits beantragt hat, überbieten, möchte ich das gemeinsame Ziel in den Mittelpunkt stellen: 

Werl braucht eine attraktive Innenstadt.

Mir jedenfalls  ist  in diesem Zusammenhang egal, von wem eine Idee ist, oder wer sie wann zuerst genannt hat. Wichtig ist, dass die Ideen abgewogen werden, sich alle Beteiligten im Prozess wiederfinden und auch mitgenommen werden. 

Gute Ideen, so sie denn umsetzbar und finanzierbar sind, müssen wir dann konsequent realisieren.

Hierzu brauchen wir neben Ideen vor allem eines: Dialog.
Das geht in meinen Augen am besten im konkreten Prozess, also bei der Ausgestaltung unseres Stadtentwicklungskonzeptes. 
Ein solches Konzept lebt vom Engagement aller Beteiligten. Bürger, Eigentümer, Händler, Verwaltung und Politik.

Die Diskussion um die geplanten Bänke auf dem Marktplatz zeigt doch eines: unsere Innenstadt ist vielen nicht egal.
Viele wollen mitreden, sich einbringen oder auch konstruktiv Kritik äußern. Meine Meinung: Hut ab vor dem ehrenamtlichen Engagement rund um das Projekt Stadtquellen. Aber auch vor dem Mut zur Meinungsäußerung bzgl. der Gestaltung.
Wenn sich nur ein Teil derer, die sich hierzu geäußert haben aktiv in die notwendigen Prozesse für unsere Innenstadt  einbringen, können wir viel erreichen. Darauf sollten wir aufbauen.

Unserer Innenstadt mit den vielen Leerständen wird oft kritisiert. Hierbei kommt  mir eines aber zu kurz.
Wir unterschlagen zuweilen das bereits jetzt vorhandene Engagement der Händler und Gastronomen, die in unserer Fußgängerzone aktiv sind und sich beispielsweise an Aktionen des Wirtschaftsrings beteiligen.
Vielen Dank dafür!

Um unsere Fußgängerzone attraktiver zu gestalten wird es mehr als nur eine Maßnahme brauchen. Es wird viele kleine und große Schritte geben, die alle miteinander verzahnt werden müssen.
Nicht umsonst ist unser Stadtentwicklungskonzept auf mehrere Jahre angelegt.

Was war zuerst da: Henne oder Ei?
Bezogen auf unsere Fußgängerzone: Wer war zuerst weg? Kunde oder Geschäft?

Gründe gibt es viele, lasst uns lieber an Lösungen arbeiten! Gemeinsam!