Wie wollen Sie junge Wähler motivieren?

23.07.2020

Nach vielen Gesprächen mit jungen Wählern steht für mich fest: es wäre zu wenig, auf das bloße Alter der bzw. eines Kandidaten abzustellen.

Ja, ich bin mit 36 Jahren vom Alter her näher an Jugendlichen dran, als meine Mitbewerber. Hierdurch allein wird man  aber weder den Jugendlichen, seinen politischen Mitbewerbern noch der Sache gerecht...

Junge Wähler motiviert man, in dem man sie ernst nimmt; und dass nicht erst seit der Friday for Future Bewegung.

Man muss ihnen vermitteln, dass sie etwas verändern und bewirken können. Wichtig ist auch, dass Verständnis zu wecken, für seine Interessen einstehen zu müssen.

Natürlich ist eine altersmäßige Nähe hilfreich, die Probleme und Nöte der Jugendlichen besser oder offener wahrzunehmen. Hier sind junge Kandidaten dann zweifelsohne Teil der Antwort.

Die CDU schickt bei der Wahl gleich 6 Kandidaten der Jungen Union für den Rat ins Rennen. Von 18 bis 30 Jahren jung.

Ich konnte feststellen, dass unsere Jugend im Bezug auf Kommunalpolitik sehr reflektiert ist. Zusammenhangslose Darstellungen von politischen Luftschlössern im Wahlkampf verfangen glücklicherweise nicht. Das ist auch gut so.

Der Blick der Jugend geht weit über den Moment hinaus; Zusammenhänge werden kritisch hinterfragt.
Wir stehen vor großen Herausforderungen. Die Abarbeitung vieler Themen wird Jahre erfordern und nicht in einer Wahlperiode zu schaffen sein.

Jugend bewegt:
„Wo soll ich später mal bauen, eine Ausbildung machen oder arbeiten? Wer soll das, was Politik beschließt, bezahlen? Nicht nur heute sondern auch zukünftig? Wer begleitet die Projekte über die Jahre?“

Auf die Frage: Wählen, warum ich?

Unsere Antwort: Klar, wer sonst!